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Umweltbewusstsein in Deutschland 2006

Pattonville, 10. Dezember 2006

An die
Solarfreunde
des Bürgerprojekt Photovoltaik

Betreff: Umweltbewusstsein in Deutschland 2006

Es ist sehr gut zu lesen, dass der Umweltschutz in Deutschland bei der Bevölkerung eine zunehmende Bedeutung bekommt. Es scheint, dass die massiven Preiserhöhungen der Energiemonopole in den letzten Jahren für Wärme- und Stromversorgung nun allmählich ihre Wirkung bei den Bürgerinnen und Bürgern entfalten.

Das ist gut. Das Thema bekommt derzeit Platz zwei auf der Rangskala.
Frage in der Studie: Was, glauben Sie, ist das wichtigste Problem, dem sich unser Land heute gegenübersieht?
Antwort: Das Topthema ist der Arbeitsmarkt mit 63% Wichtigkeit. Den zweiten Rang hat der Umweltschutz mit noch 25% Wichtigkeit.

Das relativiert die Wichtigkeit in der Bevölkerung doch erheblich. Viele bedeutende Politiker, Wissenschaftler und Manager reden mittlerweile von „einer der wichtigsten und größten Herausforderung für die Menschheit“, wenn es um den Klimawandel geht. Das hat die Bevölkerung aber noch nicht so richtig durchdrungen.

Denn viele dieser bedeutenden Politiker, Wissenschaftler und Manager reden auch davon, wenn es um Wirtschaft, Standort, Arbeitsplätze geht, dass wir auf unsere Wettbewerbsfähigkeit achten müssen. Wenn den Energiemonopolen zu viele Auflagen gemacht werden, dann ist das schlecht für den Standort Deutschland. Die Monopole haben bereits auch angedroht, dass Sie ihre Investitionsentscheidungen in Deutschland überdenken, wenn die Politik und die Bevölkerung nicht das macht, was die Monopole für sinnvoll halten.

Da aber der Arbeitsmarkt für fast zwei Drittel der Bevölkerung das absolut wichtigste Thema ist, wird eine Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger durch die ständige Infragestellung des „Standort Deutschland“ selbst bei der Infragestellung von Monopolen verunsichert. Wenn Energiemonopole sich in einer nachhaltigen Marktwirtschaft dem Wettbewerb stellen sollen, kann das niemals Arbeitsplatz gefährdend sein.

Vielmehr ist das Gegenteil der Fall: In Deutschland entstehen wegen der erneuerbaren Energien in den nächsten 20 Jahren weitere 10.000de von Arbeitsplätzen.
Im Jahr 2004 waren bereits ca. 157.000 Menschen im Bereich erneuerbare Energien beschäftigt.
Die Preistreibereien wegen der bestehenden weltweiten Monopolstrukturen in der Energieversorgung bei Öl, Gas, Kohle und Uran werden hunderttausende von Arbeitsplätzen gefährden, da künftig nicht mehr die Lohnkosten als wesentlicher Standortnachteil gelten, sondern die Energiekosten immer mehr in den Mittelpunkt rücken.
Allerdings sind diese hohen Preise auch die Basis dafür, dass sich alternative Energien am Markt überhaupt erst durchsetzen können und dadurch neue nachhaltige Arbeitsplätze auch in Deutschland entstehen können.
Energie muss eben endlich den Preis und Stellenwert bekommen, der Ihr zusteht. Der Planet Erde kann selbst keine Kosten für seine Verschmutzung und den Raubbau in Rechnung stellen Bisher interessiert sich nur ein geringer Teil der Menschen für das Thema „externe Kosten“.

Der Klimawandel ist eine globale Herausforderung. Wir werden in jedem Fall den Preis bezahlen, den unsere derzeitige Energieversorgungsmentalität kostet. Warum soll es nicht möglich sein, statt der Kosten für Beseitigung von Schäden durch Stürme, Hochwasser, Dürren etc. einen entscheidend geringeren Teil von Kosten aufzuwenden, um die vorgenannten Unwägbarkeiten erst gar nicht entstehen zu lassen.
Phantasie ist etwas, was sich die meisten Menschen gar nicht vorstellen können.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
setzen Sie beim Umweltschutz die gleiche Priorität wie beim Arbeitsmarkt. Ökonomie und Ökologie grenzen sich nicht aus, sondern ergänzen sich hervorragend. Einer der wichtigsten Arbeitsplatzbeschaffer der Zukunft wird der Bereich Umweltschutz in all seinen Facetten sein. Wenn das verstanden wird, ist der Siegeszug für eine „Nachhaltige Marktwirtschaft“ nicht mehr aufzuhalten.

In der Studie der Marburger Philipps-Universität wurde auch nach dem aktiven Engagement des Einzelnen für den Umweltschutz gefragt.
Frage in der Studie: Können Sie sich vorstellen, sich aktiv für den Umwelt- und Naturschutz zu engagieren, z.B. als ehrenamtlich Tätige(r) in einer Umwelt- oder Naturschutzgruppe oder auch durch Beteiligung an einzelnen Aktivitäten und Projekten?
Hierauf antworteten 6%, dass sie bereits aktiv sind und 45%, dass sie es sich vorstellen können, aktiv zu werden.

Das ist eine gute Nachricht, da es zeigt, dass Umweltbewusstsein keine Randerscheinung mehr ist und man sich möglicherweise politisch eingefärbt fühlen muss.
Das Monopol auf Umweltschutzthemen ist aufgelöst. Der Klimawandel und dessen Folgen sind heute ideologiefrei diskutierbar.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
verknüpfen Sie ihr Interesse für das Thema „Klimawandel-Klimaschutz-Energiewandel“ mit Ihren persönlichen Interessen.
Ob Sie überzeugter Ökoaktivist sind,
ob Sie aus wirtschaftlichen Überlegungen handeln,
ob Sie Umweltschutz wegen Ihrer Kinder und Enkelkinder betreiben wollen,
ob Sie es tun, weil Sie weltanschaulich oder religiös motiviert sind,
ob Sie es tun, weil Sie die Entwicklungsländer retten wollen,
ob Sie für Energiewandel sind, weil Ihr Nachbar, Ihr Freund/Feind dagegen sind,
ob Sie Klimaschutz betreiben, weil es gerade „mega-in“ ist,
ob Sie Umweltschutz betreiben, weil es Arbeitsplätze sichert und schafft,
ob Sie erkannt haben, dass der Klimawandel real ist,
suchen Sie Ihre persönlichen Motive und handeln Sie danach.

Eine Möglichkeit, Ökonomie, Ökologie und gesellschaftliche Verantwortung miteinander zu verbinden, zeige ich beispielhaft am „Bürgerprojekt Photovoltaik“ auf. Gestalten Sie Zukunft mit und organisieren Sie selbst ein Bürgerprojekt.

Die Facetten sind vielseitig, wie und was Sie selbst tun können. Alleine schon eine Beteiligung an einem solchen Projekt hilft, das Thema Energiewandel immer mehr in den Mittelpunkt künftigen wirtschaftlichen Handelns zu rücken.
Ich wünsche Ihnen den Willen, die Kraft und den Erfolg bei der Realisierung Ihrer Umweltprojekte, damit das Ziel: „Bürgerstrom lokal und global“ Wirklichkeit wird.

Energiewandel ist eine der größten globalen Herausforderung der nahen Zukunft. Globalisieren wir die Energiefrage, indem wir die Energieerzeugung lokalisieren.

Sonnige Grüße
Ihr Dietmar Helmer


Rede zur Einweihung der Solaranlage

auf der Realschule Remseck in Pattonville am 01.10.2005 von Dietmar Helmer

Sehr geehrte Damen und Herren, es freut mich sehr dass der Schuldirektor, Herr Wolfgang, der Baubürgermeister, Herr Melchior und einige Gemeinderäte hier sind und damit die Bedeutung des heutigen Anlasses unterstreichen.
Heute ist ein wunderbarer Tag für Remseck, die Bürger der Stadt und die geschundene Umwelt.
Durch die positive Einstellung der Gemeinderäte und der Stadtverwaltung ist es möglich, dass in Remseck von privaten Gruppen Solaranlagen auf öffentlichen Dächern gebaut werden können.
Heute wird das zweite Bürgerprojekt in Remseck mit einer Leistung von 20,6 kwp offiziell in Betrieb genommen.

Warum brauchen wir überhaupt ein Bürgerprojekt Photovoltaik? Es geht darum, das Bewusstsein in der breiten Bevölkerung zuschärfen, dass jeder Einzelne durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) eine historische Gelegenheit bekommen hat.
Durch Solarenergie verbessert man das Klima nachhaltig. Abhängigkeiten von den Stromkonzernen sind nicht mehr zwingend. Jeder Bürger kann seinen eigenen umweltfreundlichen Strom produzieren. Der Verbraucher ist gleichzeitig auch Unternehmer.
Das faszinierende dabei ist, dass der Staat sich ausschließlich nach dem Subsidiaritätsprinzip verhält, d.h. nur die gesetzlichen Rahmenbedingungen schafft. Es fließen keine Subventionen. Die Bürger finanzieren den umweltfreundlichen Strom durch eine Umlage selbst. Gerade mal ca. 3% des Strompreises werden dafür aufgewendet.
Wenn sie die Preisorgien der Energiekonzerne in diesem Jahr bei Heizöl, Gas, Strom und Kraftstoffen anschauen, wird einem richtig warm. Ja die Gemüter sind erhitzt. Das ist eine besondere Form der regenerativen Energiegewinnung.

€ 176,-- Mehrbelastung allein in diesem Jahr ist auf die Verbraucher zugekommen. Es wird wohl nächstes Jahr nicht weniger werden, oder glaubt das hier jemand? Und das nur für mehr Gewinne der Förderstaaten, der Spekulanten und der Energieriesen.
Da sind die € 18,--, die ein Haushalt für die erneuerbaren Energien pro Jahr ausgibt geradezu lächerlich. Diese € 18,-- werden aber öffentlichkeitswirksam bekämpft.
Die Konzerne bedauern, dass sie ja selbst nur Abhängige von den Förderstaaten und den Börsen sind. Helfen wir den Konzernen aus ihrem Dilemma, selbst nur Opfer der Preistreiberei zu sein. Meine Damen und Herren, die Kathrinas und Ritas dieser Welt werden uns in Zukunft öfter begegnen. Und jeder Sturm wird ein weiteres gutes Argument für Preiserhöhungen sein, ohne dass sich wirklich etwas in der Einstellung der großen Konzerne ändert. Warum auch, wenn man mit Katastrophen so schöne Extragewinne machen kann. Machen wir uns unabhängig von den Konzernen!

Konfuzius sagt: „Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.“ Übertragen auf die neuen Energien heißt das:
Ich erwarte wenig von den Energiekonzernen. Betriebswirtschaftlich machen sie mit ihren alten Kohle- und Atomkraftwerken tolle Gewinne mit bis zu 20% Eigenkapitalrendite. Bei der kurzfristigen Denke der meisten Manager ist es gar kein Anreiz sich heute für 3%-4% - wie bei diesem Projekt - zu engagieren. Die Gewinne der Preistreiberei aus den aktuellen unabwendbaren Ereignissen nimmt man gerne mit.
Das nennt man im Fachjargon „Windfall-Profit“. Da meinen manche wohl, dass das was mit Wind und fallen zu tun hat, so was wie ein Aufwind-Kraftwerk. Umweltschonend sind die Extragewinne ja. Für die Mehreinnahmen wurden keine zusätzlichen CO2-Emmisssionen verursacht. Das ist auch eine Art von Klimaschutz.
Ich erwarte wenig von den Energiekonzernen. Da gibt es einen Konzern, der macht Werbung mit einem Knoten in einem Schornstein und sagt, dass er die beste CO2-Bilanz aller Kraftwerksbetreiber hat und deshalb schon heute ein tolles umweltfreundliches Unternehmen mit einem tollen Umweltbericht ist. Das ist nur die halbe Wahrheit, denn dieser Konzern hat einen hohen Anteil an Atomstrom. Da wird natürlich kein CO2 ausgestoßen. Auf jeden Fall ist diese Energiegewinnung sehr nachhaltig. Zumindest, was die Abfälle angeht.
Ich erwarte wenig von den Energiekonzernen. Obwohl die EU mittlerweile als Ziel klar definiert hat, dass bis 2020 mindestens 20-25% der europäischen Energieversorgung regenerativ erzeugt werden soll und obwohl viele Länder das EEG als Erfolgsmodell mittlerweile kopieren, gibt es in Deutschland immer noch eine starke Lobby, die das zarte Pflänzchen Markterneuerung und Aufbau einer Schlüsseltechnologie massiv behindern, um den Konzernen wohlgefällig zu sein.

Wenn 4 Konzerne 80% der Stromerzeugung und 100% der Fernnetzversorgung in Händen halten, warum sollen diese Konzerne ruhig bleiben, wenn man ihnen an die Monopolgewinne gehen will?
Wenn ich Konzernführer wäre, hätte ich auch Angst vor jedem Helmer dieser Welt. Heute haben sich statistisch wieder 5 Haushalte mit je ca. 3.600 kwh von der Abhängigkeit der Stromer befreit.
1994 konnten bei 8 GWh Stromertrag (=8 Mio kwh) gerade mal ca. 2.200 Haushalte mit Strom aus Photovoltaikanlagen versorgt werden. Im Jahr 2004 waren es bei 459GWh bereits ca. 127.000 Haushalte. Bei der Windenergie standen wir im Jahr 2004 bei einer Erzeugungskapazität von 25.000 GWh Strom was einem Versorgungsgrad von ca. 7 Mio Haushalten entspricht.
Was spricht dagegen, dass bei Photovoltaik ähnliche Größenordnungen in 10-15 Jahren bestehen?

Seit diesem Jahr hat die Regulierungsbehörde ihre Arbeit wegen der Netzmonopole aufgenommen. Damit soll in den nächsten Jahren wenigsten ansatzweise so etwas wie Marktwirtschaft herbeigeführt werden. Wenn dem so ist, wird es keine Mondpreise im Netzvertrieb mehr geben und wir werden unseren eigenen produzierten Strom kaufen können.
Liebe Konzerne, warum behindert ihr die wirkliche Erneuerung in der Energiewirtschaft? Habt keine Angst vor der Marktwirtschaft! Wenn Ihr nichts unternehmt, dann machen wir Bürger eben euren Job. Wenn euer Unternehmertum darin besteht, andere Wettbewerber zu behindern, habt ihr die falsche Einstellung. Niemand will euch am unternehmen hindern. Ihr sollt es nur tun!
Die Zukunft der Energie ist nicht zentral, die Zukunft ist dezentral.
Wer als Konzern massiv auf die erneuerbaren Energien setzt und heute auf Profite verzichtet, wird der Gewinner von morgen sein. In anderen Branchen war das auch so. Es wird bei der Energieversorgung nicht anders sein.
Einstein sagt: „Zwei Dinge sind unendlich: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher.“
Ich erwarte wenig von den Energiekonzernen. Aber ich vertraue auf die Menschen. Jeder Bürger hat ungeahnte Möglichkeiten im Sektor erneuerbare Energien. Gehen wir gemeinsam einen Weg für mehr Arbeitsplätze in Deutschland, als Technologieführer bei erneuerbaren Energien, für eine bessere Umwelt zur Reduzierung der Folgen des Klimawandels, für eine lebenswerte Zukunft.

Herzlichen Dank.
©Dietmar Helmer Bürgerprojekt Photovoltaik www.buergerprojekt-solarstrom.de




Unabhängigkeit schaffen

Energiewandel beginnen - Heute!


An die
Solarfreunde
des Bürgerprojekt Photovoltaik

Im August 2005

Bürgerprojekt Photovoltaik: Ökologie und Ökonomie im Einklang

Sehr geehrte Damen und Herren,


Ökologie und Ökonomie sollen sich ergänzen. Jeder von uns kann sich für die Umwelt engagieren. Warum soll der Engagierte dabei aber kein Geld verdienen, wenn er etwas Richtiges und Gutes macht?

Schauen Sie auf Ihre Stromrechnung!!

Jedes Jahr wird sie teurer, zuletzt ca. 5%!! Ohne dass auch nur ein Cent davon in die Ökologie gegangen ist. Nur für die Konzerne. Schauen sie sich die Gewinne für 2004 und die Prognosen an.

Uns erzählt man, dass 1,50 € pro Monat (Anteil aus EEG) zu viel ist für die Umwelt. Das sind ca. 3% Ihrer Stromrechnung pro Monat.

Aber die Konzerne erhöhen die Preise allein dieses Jahr um ca. 2,50 € pro Monat, nur um die Gewinne für die Aktionäre zu verbessern.

Wenn sich jeder Bürger bewusst macht, dass er bei einer Investition von einmalig 9.000 € bei einer Ausschüttung von 7,6% p.a. (= 684,00 € p.a.) die eigene Stromrechnung dauerhaft für mindestens 20 Jahre „vergessen“ kann, da man als Investor seinen Strom selbst bezahlt, erkennt man erst den eigentlichen Charme der Möglichkeiten, die sich aus dem Energie-Einspeise-Gesetz ergeben.

Eigene Gewinne generieren. Und das in Unabhängigkeit, in Eigenverantwortung und Solidarität mit den Mitmenschen, den nachfolgenden Generationen und der Umwelt. Ohne staatliche Subventionen - und das nachhaltig! Stressfrei Strom nutzen und das mit dem guten Gefühl verbinden, etwas zu verändern, das nur Nutzen hat.

Neben diesen genannten Aspekten werden auch noch Arbeitsplätze geschaffen. Und zwar hier vor Ort. 130.000 Menschen arbeiten schon im Bereich der regenerativen Energien. Wenn wir als Bürger bereit sind, den Technologievorsprung auch im Kauf dieser Produkte im Inland voranzubringen, werden wir diese Techniken auch ins Ausland verkaufen. Der Handwerker vor Ort, der solche Anlagen installiert, hat Beschäftigung, wir sichern Binnennachfrage.

Ein Wachstumssprung von ca. 100% bei der Photovoltaik in Deutschland in 2004 beweist, dass man mit intelligenten Gesetzen Wachstum ,aber insbesondere Prosperität, im Land voranbringt.

Die Großindustrie bekämpft die neuen Energien aus ihrer Sicht zu Recht. Moloche sind unflexibel und auf zentrale Strukturen angewiesen, um viel Geld zu verdienen. Monopole lassen sich nicht gerne den „Honig und die Butter vom Brot schmieren“.
Wir Bürger arbeiten dezentral und unabhängig. Alle profitieren davon - außer den Großkonzernen.

Sind wir nicht unanständig, dass wir den Gewinn in unseren eigenen Taschen lassen? Und dabei auch noch Arbeitsplätze im Inland schaffen? Schauen Sie mal nach, wie viele Arbeitsplätze im Energie-bereich durch die Großindustrie „geschaffen“ wurden in der Zeit von 2000 bis heute. Und dann vergleichen Sie das mal mit der Zahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze in dieser Zeit im Bereich der regenerativen Energien. Ist uns das nicht 1,50 € im Monat wert? Das ist der „Nebeneffekt“ des Umweltbewusstseins der Menschen: Arbeit – hier bei uns.

Wenn wir erst einmal viele sind und nicht nur den Verbraucher spielen müssen, sondern gleichzeitig auch produzieren, dann veredelt sich das Konzept einer sozialen und verantwortungsbewussten Marktwirtschaft. Erst wenn wir den Dingen den Faktor Nachhaltigkeit dazurechnen, werden wir gereift sein.

Nicht Wachstum im Sinne der Konzerne darf die Entwicklung der Zukunft sein. Durch die Dauerfusionen der letzten 15 Jahre wurden bei den Großunternehmen ausschließlich Arbeitsplätze vernichtet. So funktioniert Wachstum nicht.

Deshalb sollten wir Bürger besser das Wort Prosperität verwenden (lat. = gedeihen, vorankommen, Wohlstand, wirtschaftlicher Aufschwung; prosper(us) = glücklich, erwünscht).

Wir können viele Dinge selbst tun. Warum sollen wir den Stromkonzernen 15-20% Eigenkapital-rendite schenken? Die Sonne verlangt keine Rendite für sich.

Globales Denken sollte nicht nur darauf beschränkt bleiben, dass Konzerne immer mächtiger werden und ohne Verantwortung für die Gesellschaft und die Umwelt unabhängig von Staaten agieren. Wir Bürger handeln global, wenn wir lokal etwas ändern.

Durch unser Handeln heute und vor Ort ermöglichen wir es anderen Menschen in der Zukunft, uns nachzufolgen. Das ist die wahre Veränderung gesellschaftlichen Bewusstseins.

Handeln wir heute und profitieren sie persönlich in jeder Beziehung davon.

Sonnige Grüße

©Dietmar Helmer buergerprojekt-photovoltaik www.buergerprojekt-solarstrom.de
Gerne dürfen Sie den Text übernehmen und vervielfältigen.
E-Mail: info@buergerprojekt-photovoltaik.de